24Std.-Regatta

24Std.-Regatta vom Ammersee

Der SCLL muss die 24Std.-Regatta vom Ammersee, eine der größten Regatten am See, absagen:

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage sehen wir uns dazu veranlasst, die Regatta dieses Jahr nicht auszurichten. Wir können derzeit nicht abschätzen, ob sich bis zum geplanten Termin am 04./05.07.2020 die Pandemie-Situation soweit verbessert, dass wir einen Start der Regatta verantworten könnten.

Eine Veranstaltung dieser Größenordnung erfordert einen immensen organisatorischen Aufwand, erhebliche Kosten und einen langen Vorlauf.

Bei einem solchen Segelereignis befinden sich die teilnehmenden Segler auf den Schiffen meist 24 Stunden dicht an dicht auf engstem Raum, die Ansteckungsgefahr wäre aus unserer Sicht daher viel zu groß. In der Vergangenheit haben oft bis zu 100 Segelboote, diverse Begleit- und Bojen-Schiffe sowie bis zu 300 Seglern an dieser Regatta teilgenommen.

Die beschriebene Situation gilt auch für die Startvorbereitungen im Hafenareal und unserem Clubhaus. Bei der Einschreibung und der Übergabe der Unterlagen stehen die Segler dicht an dicht, ebenso bei den Startvorbereitungen sowie der Siegerehrung und dem Hafenfest unmittelbar nach Beendigung der Regatta am Sonntag um 12:00 Uhr. Niemand weiß, wann die in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen aufgehoben werden. Zudem sind momentan die Häfen am Ammersee gesperrt und kaum eines der Schiffe im Wasser.

Die Segler und auch wir als Ausrichter der Regatta müssen uns vorbereiten, die Schiffe ausrüsten und die Rahmenbedingungen organisieren, so dass ein reibungsloser und sicherer Regattabetrieb gewährleistet wäre. Der SCLL bedauert daher die erste Absage in der langjährigen Geschichte unseres Vereins sehr, auch wir hätten Ihnen/Euch gerne wieder ein Segelerlebnis der besonderen Art geboten. Wir werden weiterhin die Situation aufmerksam verfolgen. Bis wann jedoch die Pandemie-Lage überhaupt einen Segelsport auf dem Ammersee erlaubt, ist derzeit nicht seriös abschätzbar.

Und sind wir ehrlich: Für uns Segler ist Segeln natürlich sehr wichtig, aber angesichts der aktuellen Pandemie weltweit keinesfalls das Wichtigste und rechtfertigt nicht, die Ausrichter, die Teilnehmer und Sicherungskräfte sowie die Wasserwacht in Gefahr zu bringen.

Wir hoffen an dieser Stelle natürlich auch, dass die 24Std.-Regatta vom Ammersee im nächsten Jahr wieder wie gewohnt stattfinden kann und freuen uns auf ihre Teilnahme.

Uli von Altenstadt und Richard Zobel, Wettfahrtleiter

Bernd Müller-Hahl, Erster Vorsitzender Segelclub Landsberg a. Lech e.V. (SCLL)

segelclub landsberg am lech ammersee